Die Angst vor dem Tod macht die Unwissenheit


Aus vielen Gründen fürchten wir den Tod ganz allgemein. Wir können seinen Zeitpunkt nicht bestimmen und solange wir am Leben sind fürchten wir die Ungewissheit darüber. Genauso fürchten wir das Leiden, welches der Tod bringen kann.


Der Karmapa erinnerte sich an seinen Besuch in der Schweiz, wo er mit Medizinstudenten über den Tod gesprochen hat, hauptsächlich aber darüber, wie die optimalste Art zu Sterben funktionieren kann. Ein Student meinte, die beste Art zu sterben wäre während der Schlafenszeit. Es besteht keine Möglichkeit mehr Leiden und Angst zu haben, weil man ja eingeschlafen ist und den nächsten Morgen nicht mehr erleben wird. Der Karmapa erklärte ihm, das im Buddhismus, speziell im tibetischen Buddhismus, immer die Hoffnung besteht mit einem klaren, freien, vollkommen willenlosen und wachen Bewusstsein in den Tod zu gehen. Das wäre der Unterschied zum Wunsch des Studenten, einzuschlafen und den Tod nicht bewusst wahrnehmen zu wollen.

Der Karmapa erklärte ihm weiter, dass erst der Tod die Praxis des Lebens aufdeckt und damit höchste Notwendigkeit besitzt. Unser Geisteszustand ist zum Zeitpunkt des Todes  von entscheidender Bedeutung, vor allem, wenn wir nicht viel in diesem Leben praktiziert haben. Dem Tod ist mit Achtsamkeit und ganz bewusst zu begegnen, alle Ablehnung dieser Tatsache fördern nur seine negativen Aspekte.  



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