Unsere eigentlichen Feinde sind die Wut, der Hass und der Zorn


Unsere eigentlichen Feinde sind Zorn, Wut und Ärger. Es ist das größte Hindernis uns von den Ursachen der eigentlichen Existenz und den höheren Zuständen der Wiedergeburt abzuschneiden und die Befreiung zu verhindern. Unsere äußeren Feinde werden sich nur vermehren, wenn wir nicht lernen unseren Geist zu zähmen. Sie werden sich im gleichem Maße erhöhen, umso mehr wir versuchen unsere äußeren Feinde zu überwältigen. Sie könnten eine große Gefahr werden für unsere Fähigkeit, dem Wunsch von der individuellen Befreiung (Bodhisattva) zu entsprechen, sagt der Karmapa.


Da wir diejenigen sind, die sich einander zu Feinden machen, können sie sich unbegrenzt vermehren. Durch diese Sichtweise entstehen schädliche Taten. Warum ist das so?

Es gibt kein lebendes Wesen, welches noch nicht unsere Mutter oder Vater gewesen ist. Das ist ein Naturgesetz, welches es wahrzunehmen gilt. Deshalb sollten alle lebenden Wesen unsere Objekte sein für Liebe und Mitgefühl. Auf der anderen Seite gibt es kein lebendes Wesen, welches noch nicht unser Feind gewesen ist. Auf diese Weise ist jedes lebende Wesen unser Freund und Feind gleichermaßen. So gesehen machen Hass und Gewalt auf andere Lebewesen nicht den geringsten Sinn.  Wer durch einen wachen Geist die Gleichheit aller Lebewesen erkennen kann, ist in der Lage seine Feinde mit einer ganzen Armee großer Barmherzigkeit zu zähmen. Das ist die Praxis eines echten Bodhisattvas.

17th Karmapa

from the book "Traveling the Path of Compassion: A Commentary on The Thirty-Seven Practices of a Bodhisattva"